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Letzte News

04/11/2013, 11:32
neuer-weltrekord-im-aeltesten-schachklub-der-weltAm Sonntag, den 03.11.2013 war ich auf Einladung der Schachgesellschaft Zürich, dem mit Abstand ältesten Schachklub der Welt, als Blindsimultanspieler zu...
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01/11/2013, 11:09
Live-Übertragung direkt aus dem Zunfthaus zur Saffran in Zürich. Beginn: 3.11.2013, 14 Uhr
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01/11/2013, 11:07
Zunächst einmal wünsche ich Euch allen einen guten Morgen. Jaja, ich weiß schon, es ist bereits halb 11 und somit streng genommen höchstens noch ein...
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ConSol* ChessMind::Ergebnisse

Endergebnis der ConSol* ChessMind Challenge am 26.1.2013

Brett Vorname Name Verein DWZ Ergebnis
1 Igor Frühsorger SK Sontheim/Brenz 1825 ½:½
2 Holger Nolte Firma ConSol*
/SC Roter Turm Altstadt
1775 ½:½
3 Frank Jarchov SV Giengen 1337 1:0
4 Josef Mayer SK Sontheim/Brenz 1591 1:0
5 Angelo Missione SC Plüderhausen 1362 1:0 
6 Johannes Buck SK Sontheim/Brenz 1177 1:0
7 Jürgen Fink SK Sontheim/Brenz 1147 1:0 
8 Paul Romes SK Sontheim/Brenz 1586 ½:½ 
9 Holger Walliser SK Sontheim/Brenz 1953 1:0
10 Sven Heyer SK Sontheim/Brenz 1321 1:0
11 Andreas Kübler SK Sontheim/Brenz 1609 ½:½
12 Michael Wagner FC Gundelfingen 1308 1:0
 Gesamt 10:2 (+8 =4 -0)

Down Under im Schloß Brenz am 26.01.2013 - Weltrekordversuch im Blindsimultan-Schnellschach

Am Samstag, den 26. Januar 2013 ist es mal wieder soweit: Die Gemeinde Sontheim lädt gemeinsam mit dem "Größten Dorfschachklub Deutschlands" zu einem weiteren Blindschachereignis ein: Dem Versuch, erstmals in der Geschichte des Schachs (hüstel. Ich bitte darum, dass jemand meine Beine festhält, da ich mich gerade schon sehr weit aus dem Fenster lehne) ein Blindsimultan im Schnellschachmodus auszutragen. Hierbei werde ich blind gegen insgesamt 12 Gegner gleichzeitig antreten und mit einer Bedenkzeit von 12 x 15 Minuten versuchen, den ungleichen Kampf irgendwie zu bestehen. Da es bislang keine Veranstaltung dieser Art gab, würde somit ein neuer Weltrekord im Blindsimultan-Schnellschach aufgestellt werden.

Das Event findet in stilvollem Ambiente im erst kürzlich renovierten Rittersaal im Schloss Brenz statt und wird live ins Intenet übertragen werden. Besonderes Highlight der Veranstaltung: Die australische Fernsehgesellschaft ABC wird das Event aufzeichnen und als einen der Beiträge für eine dreiteilige Dokumentation zum Thema "Außergewöhnliche Gedächtnisleistungen" verwenden.

 
Als kleiner Zusatzgag werden alle 2 Stunden die Partien für ein paar Minuten unterbrochen und die Uhren angehalten. Dann werden mir 10-20 Positionen aus einer Datenbank mit 444 verschiedenen Schachstellungen gezeigt. Zuvor wird jedoch eine zufällige Figur entfernt. Meine Aufgabe besteht dann darin:

  • Zu sagen, wer mit Weiß und wer mit Schwarz gespielt hat
  • Was der nächste Zug in der Partie war
  • Welche Figur fehlt und
  • auf welchem Feld sie stand

 

Veranstaltung: Weltrekordversuch im Blindsimultan-Schnellschach an 12 Brettern
Veranstaltungstag: Samstag, 26. Januar 2013. Beginn 11 Uhr, Einlass ab 9 Uhr
Modus: Schnellschach. Die sehenden Einzelspieler erhalten 15 Minuten/Partie + 5 Sek. /Zug
Der Blindschachspieler erhält insgesamt 3h (=12x15 Minuten) + 40 Sek./Zug
Medien: Der australische Fernsehsender ABC ist mit einem großen Team vor Ort und filmt das Event für eine dreiteilige Dokumentation über das menschliche Gedächtnis. Die Zusage weiterer Fernsehsender steht noch aus; diese wird leider immer erst sehr kurzfristig gegeben.
Besonderheiten:

Nach ca. 2½ Stunden Spielzeit wird die Veranstaltung unterbrochen. Dem Blindsimultanspieler werden dann 10-20 Positionen aus einer Datenbank mit 444 Schachstellungen gezeigt, bei denen zuvor eine zufällige Figur entfernt wurde. Der Blindsimultanspieler muss dann die Namen der Spieler, den nächsten Zug in der Partie sowie die fehlende Figur und deren korrekte Position nennen. Um diese Aufgabe zu meistern, muss Marc Lang die Position von insgesamt 7263 Figuren abrufbar gespeichert haben, darf dabei aber die laufenden Partien aus dem Blindsimultan ebenfalls nicht vergessen, denn diese werden im Anschluss ohne irgendeine Hilfestellung an der Stelle fortgesetzt, wo sie unterbrochen wurden.

Zuschauer & Presse: Zuschauer sind herzlich willkommen; der Eintritt ist frei. Wegen der begrenzten Räumlichkeiten ist der Einlass jedoch auf ca. 50 begrenzt. Wer sich schon jetzt einen Platz sichern möchte, kann dies gerne per Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! tun.

Seite nach Hackerangriff wieder online

Ein Hackerangriff aus Semi-Fernost legte die Seite leider für einige Zeit völlig lahm und vernichtete die Skripte in so ziemlich allen Ordnern so gründlich, dass nur noch ein Backup von Seiten des Hosters geholfen hätte - doch der ließ mich leider im Regen stehen. Auf meine dringende Anfrage erhielt ich so lange keine Antwort, bis der maximale Zeitraum für eine Wiederherstellung (10 Tage!) verstrichen war. Sollte jemand von Euch auf der Suche nach einem guten Hoster sein, dann würde ich Euch raten, zumindest nicht unter www.goneo.de nach einem solchen zu suchen.

 

Die meisten der alten Inhalte habe ich inzwischen wiederhergestellt, vereinzelt fehlen jedoch noch Blogeinträge und teilweise auch Bilder. Ich werde das jedoch Schritt für Schritt so ganz allmählich wieder auffüllen. An erster Stelle stehen jedoch die neueren Projekte - 2013 verspricht ein relativ "blindsimultanintensives" Jahr zu werden. In Kürze hierzu mehr.

Zu Gast auf der Bamberger Neurowoche

Eigentlich kam die Einladung zur Unzeit und fast hätte ich sie ausgeschlagen, denn nur 2 Tage nach meinem Auftritt als Redner und Blindsimultanspieler auf der Bamberger Neurowoche musste ich bereits wieder gen Berlin zum Blindschachspektakel "Schauspiel des Geistes" abreisen - und solcherlei "Hektik" liegt mir überhaupt nicht, auch wenn kampferprobte Geschäftsleute über eine solch bescheidene Stresstoleranz sicherlich nur lachen können. Dass ich letztlich trotzdem angenommen habe, habe ich nicht bereut, denn die Veranstaltung hat mir ausnehmend gut gefallen - sowohl die Organisatoren der Klinik rund um (sorry, aber mangels Speicherplatz für Namen muss ich jetzt im E-Mail-Programm nachsehen) Prof. Dr. med. Rieckmann als auch der traditionsreiche Bamberger Schachklub rund um die Herren Dr. Krauseneck und Christoph Kastner gaben sich bei der Durchführung sehr große Mühe und sorgten durch die Einbettung der Simultanveranstaltung in eine hochinteressante Vortragsrunde für ein reges Publikumsinteresse. Los ging es am Mittwoch, den 20.06.2012 um 18 Uhr mit einem faszinierenden und perfekt vorbereiteten Vortrag von Stephan Schleim (Sie brauchen sich jetzt nicht zu schämen, ich musste ebenfalls grinsen. Aber der Mann ist wirklich gut!) über das menschliche Gehirn und die modernen Legenden in der Hirnforschung. Angesichts solch geballter Kompetenz kam ich mir bei meiner Rede direkt im Anschluss reichlich suboptimal bemittelt vor, denn von den Vorgängen im Gehirn verstehe ich ebensowenig wie davon, wie und warum ich mir so viele Schachpartien merken kann. Stattdessen ergriff ich lieber die Flucht nach vorne und bemühte - sehr zum Entsetzen meiner Gattin übrigens - das Erklärungsmodell meiner Frau, die mir schon mehrfach bescheinigt hatte, dass ich nur deshalb Blindsimultan spielen könne, weil mein Gehirn für den Rest der Zeit auf Sparflamme liefe.

Schachlich oder "blindsimultanlich" war das Event noch aus einem anderen Grund sehr lehrreich für mich: Es hat gezeigt, dass eine Blindsimultanveranstaltung am späten Abend - der erste Zug wurde um kurz nach 20 Uhr ausgeführt - eine heikle Sache werden kann, zumindest für meinen Biorhythmus. Ich hatte einen langen Tag in Tatmehrheit mit einer 2½-stündigen Autofahrt hinter mir und hatte es im Zuge dessen irgendwie versäumt, vor dem Beginn mehr als nur die in meinem Hotelzimmer kostenlos ausliegenden Schokoriegel zu verdrücken. Immerhin hatte ich davon wenigstens eine doppelte Portion, denn der Portier hatte mich zunächst versehentlich in ein bereits bewohntes Zimmer gesteckt; dankenswerter Weise bemerkte er diesen Fauxpas jedoch erst, nachdem ich es von jeglicher kakaohaltigen Biomasse gründlichst befreit hatte. Ich kann nur hoffen, dass der eigentliche Bewohner des Raumes gerade auf Diät war.

Die vorgesetzte Gegnerschaft war für ein Blindsimultan ziemlich kräftig; man setzte mir insgesamt 3 Spieler mit DWZ/ELO 2000 und höher vor, wobei der stärkste Spieler im Feld, Stefan Nürnberger, mit 2174 schon fast in "regulärer Reichweite" war. Schluck. Das versprach eine spannende Sache zu werden.

Dass es am Ende mit 6:2 dennoch ein relativ deutlicher Sieg wurde, war vermutlich zwei Umständen geschuldet: Einerseits hatte ich das Glück, überwiegend vertraute Eröffnungen in mir gut bekannten Varianten aufs Brett zu bekommen, andererseits kamen die zwei Einsteller, die ich mir im Verlauf der Veranstaltung leistete, zu einem denkbar günstigen Zeitpunkt: An Brett 2 stellte ich gegen Tony Stöcklein einzügig einen Sprigner für einen Bauern ein - doch diesen hatte ich bereits mehr gehabt, so dass der hinzugewonne Bauer mein Mehrbauer wurde und ich weiterhin auf Gewinn stand. Nur ein Brett weiter wurde ich an einer Stelle zum Opfer meiner eigenen Statistik: Irgendwann um den 6. Zug herum bemerkte ich im Stillen, dass ich bereits an allen Brettern meinen Königsspringer nach f3 gezogen hatte. Das stimmte auch...fast. An Brett 3 nämlich als einzigem nicht, was mich eine Qualität plus Bauer kostete (s. Partienteil). Ich konnte von Glück reden, dass die Stellung angesichts der schlechten schwarzen Bauernstruktur noch nicht so klar war und ich im weiteren Verlauf meinen Gegner mit einem Scheinangriff so verwirren konnte, dass er das eroberte Material wieder returnierte und in ein verlorenes Endspiel abwickelte.

Eine Partie aus einem Guss gelang mir an Brett 5: In einem Wolga-Gambit schaffte ich es, ohne nenneswerten Widerstand glatt und sauber vom Brett operiert zu werden - Sascha Seiler überspielte mich in einer schnörkellos gespielten Partie nach Strich und Faden und am Ende war ich direkt froh, endlich aufgeben zu dürfen. Immerhin war mir der Verlauf eine Lehre, denn als 4 Tage später in Berlin ein weiteres Wolga-Gambit auf dem Brett stand, wählte ich eine andere und letztlich auch erfolgreichere Variante.

Zu meiner persönlichen Lieblingspartie der Veranstaltung avancierte die Begegnung mit dem stärksten Vertreter der Gastgeber, Stefan Nürnberger. In dieser Partie kann ich mir auch in der Nachbetrachtung keine echten Vorwürfe machen; in einer Pirc-Verteidigung gelang es mir, ein paar Ungenauigkeiten des Nachziehenden auszunutzen und in ein Turmendspiel mit Mehrbauern überzuleiten, das letztlich wohl nicht zu halten war. Vom kreativen Aspekt her war die Begegnung mit Christoph Kastner an Brett 7 sehr interesant. In einem Dxd5-Skandinavier opferte ich auf f7 einen Springer, um am Ende mit Turm + 2 Bauern gegen 2 Springer dazustehen. Rein formal gesehen sollte das eine vielversprechende Abwicklung sein, aber zum einen übersah ich eine klevere Verteidigungsidee, zum anderen fand Christoph sie auch noch, so dass ich am Ende wegen Mangel an Fortschrittsideen eine Zugwiederholung akzeptierte.
Das zweite Remis des Abends ging aus einer hochinteressanten Französisch-Partie hervor, in der mein Gegner Florian Bücker in der Eröffnung vielleicht etwas ungenau spielte, später dann seinen Königsflügel unfreiwillig schwächen musste und schließlich nach einer forcierten Abwicklung in einem schwierigen Turmendspiel zwischenlandete, das er jedoch sehr hartnäckig verteidigte. Am Ende hatte ich die Wahl, entweder die Züge zu wiederholen oder seinen Turm auf meiner zweiten Reihe wildern zu lassen, was auf den ersten Blick gefährlich aussah. Meinem feigen Naturell entsprechend wählte ich natürlich die Variante mit dem Gratisspatz.

Am Ende nach etwa 4½ Stunden Spielzeit stand ein 6:2 für mich zu Buche, womit ich angesichts der starken Gegnerschaft sehr zufrieden bin. Ich möchte mich an dieser Stelle auch nochmals ganz herzlich bei der Bamberger Neuroklinik und dem Schachklub Bamberg für die Einladung und die hervorragende Organisation bedanken. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht.

Endergebnis:

Brett Weiß   Schwarz TWZ Eröffnung Ergebnis
1 M. Lang - Stefan Nürnberger 2174 Pirc 1:0
2 M. Lang - Tony Stöcklein 1392 Holländisch 1:0
3 M. Lang - Manfred Schott ca. 1400 Damengambit 1:0
4 M. Lang - Florian Bücker 1993 Französisch ½:½
5 M. Lang - Sascha Seiler 2054 Wolga-Gambit 0:1
6 M. Lang - Claus Kuhlemann 1808 Katalanisch 1:0
7 M. Lang - Christoph Kastner 1737 Skandinavisch ½:½
8 M. Lang - Grohmann ca. 1200 Damengambit 1:0
Ges. M. Lang - Bamberger Auswahl Ø 1719   6:2


Partien:

-> alle kommentierten Partien als PGN zum Download gibts hier

Blind gegen den Großmeister

Zunächst einmal möchte ich mich entschuldigen, dass ich so lange schon nichts mehr geschrieben habe, aber es hat den Anschein, als habe mich nach dem Weltrekord "Najdorfs Rache" in Gestalt einer nicht enden wollenden Erkrankung ereilt - nur 2 Tage nach dem Rekordwochenende ging es los und dauert, mit kleinen Unterbrechungen, in denen die kleinen Bazillos wahrscheinlich frische Kräfte tankten und sich von den Antibiotika erholten, bis heute an. Die beliebtesten Symptome, die sch in regelmäßiger Folge einträchtig abwechselten, waren u.a. Bronchitis, Mittelohr- und Mandelentzündung, irgendwelche Lymphknotenschwellereien und schließlich sogar Lungenentzündung. Es scheint, als sei mein Gehirn (vielleicht mangels Masse) zwar gegen die vermeintlichen Folgen eines großen Blindsimultans immun, nicht aber der ganze Rest.

Aber wie auch immer, jedenfalls habe ich gestern erstmalig wieder eine "unsichtbare" Schachfigur angefasst und trat im Rahmen des 3-tägigen Jahreskongresses der Firma Astra Tech im malerischen "Western Hotel" in Lahnstein in einer Blind-Schaupartie gegen niemand geringeren als Großmeister Vlastimil Hort persönlich an. Der Modus war eine Art "uhrlose Schnellpartie"; wir spielten mit dem Rücken zu einer großen Leinwand, auf die das Brett mit der aktuellen Partie geworfen wurde und kommentierten für das größtenteils aus Schachlaien bestehende Publikum in möglichst humoriger und verständlicher Weise unsere Gedanken und Gefühle (in meinem Fall dem Verlauf entsprechend auch Ängste) zu der Partie.

Schon als ich mich bei der Farbauslosung in der Hand irrte und unbeabsichtigterweise die schwarzen Steine "gewann", hatte ich sein sehr mulmiges Gefühl - Vlastimil ist nach wie vor ein sehr starker Blindspieler und zudem rund 200 ELO-Punkte schwerer als ich. Dementsprechend stand ich auch bald mit dem Rücken zur Wand, als sich mein Springer im tschechischen Lager vergaloppierte. Doch zu meinem Glück ließ der Großmeister in Zeitnot mehr als einmal den Gewinn aus, so dass ich am Ende in ein Remisendspiel entwischen konnte:

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