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Letzte News

04/11/2013, 11:32
neuer-weltrekord-im-aeltesten-schachklub-der-weltAm Sonntag, den 03.11.2013 war ich auf Einladung der Schachgesellschaft Zürich, dem mit Abstand ältesten Schachklub der Welt, als Blindsimultanspieler zu...
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01/11/2013, 11:09
Live-Übertragung direkt aus dem Zunfthaus zur Saffran in Zürich. Beginn: 3.11.2013, 14 Uhr
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01/11/2013, 11:07
Zunächst einmal wünsche ich Euch allen einen guten Morgen. Jaja, ich weiß schon, es ist bereits halb 11 und somit streng genommen höchstens noch ein...
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Vor dem Start

Nachdem mich meine kleine Tochter schon um sieben wachgekräht hat, sitze ich im Moment noch sehr desorientiert vor dem PC und schreibe mit der rechten Körperseite diesen Eintrag, während die linke meine Tochter balanciert, die sich eine "Bob der Baumeister" - Folge auf youtube ansieht. Eine sehr gewöhnungsbedürftige Sendung. Vor allem, wenn Bob am Anfang die Titelmelodie ins Mikrofon brüllt, bekomme ich regelmäßig einen Herzstilllstand.

Heute findet also der Weltrekordversuch im Blind-Blitzschach statt. Ab 12 Uhr werde ich auf dem Sontheimer Straßenfest gegen insgesamt 60 Gegner nacheinander Blitzschach mit 5 Minuten pro Partie und 5 Sekunden pro Zug spielen. Die Partien werden live auf dem Fritzserver gespielt mit den Accounts "sksontheim" (ich) und "sksontheim2" (meine Gegner) übertragen werden; wer mag, kann sich das also im Internet anschauen. Meine Kontrahenten werden sich in der Hauptsache aus Mitgliedern des Sontheimer Schachklubs rekrutieren, aber es werden sicherlich auch hin und wieder Gäste des Straßenfestes mitmischen. Was die Qualität der Partien angeht, so würde ich keine allzu hohen Erwartungen hegen - zum einen natürlich, weil ich blind spielen muss und nur wenig Zeit zum Nachdenken habe, zum anderen aber auch, weil mit ziemlich heftigem Krach intensiver Musikbeschallung gerechnet werden muss. Für 17 Uhr hat sich eine Blaskapelle angedrohtkündigt und gegen 20 Uhr wird diese von einer Rockband abgelöst. Gruselige Aussichten. Immerhin bin ich mit einem professionellen Gehörschutz einigermaßen abgeschirmt, aber dieser dämpft den Lärm nur, d.h. die Smash-Hits der Blaskapelle werden mich wohl noch einige Zeit verfolgen.

Ich werde versuchen, von Zeit zu Zeit auf dieser Seite den aktuellen Zwischenstand und ein paar Worte zu meinem Befinden zu posten, kann es aber nicht versprechen. Einen ausführlichen Bericht mit Partiefragmenten und sicherlich auch Fotos gibt es dann am Sonntag.

World Champion at last

Als ich gestern die Online-Ausgabe der Augsburger Allgemeinen / Günzburger Zeitung durchstöberte, staunte ich nicht schlecht, als ich dabei auf diesen Artikel hier stieß:

Fantastisch! Jetzt verstehe ich auch, wenn die Champions im Anschluss an den Titelgewinn immer sagen, alles sei so schnell gegangen, dass sie es noch gar nicht realisiert hätten. Dennoch beschlichen mich mit der Zeit dann doch gewisse Zweifel, vor allem, weil bei der Überprüfung meines Bankkontos keine Überweisungen aus Kalmykien zu finden waren - möglicherweise lag hier eine Verwechslung vor? Und in der Tat, eine Online-Bildersuche nach Viswanathan Anand förderte dann ganz schnell dies hier zu Tage:

Naja gut, bei der Ähnlichkeit ist es auch wirklich kein Wunder.

Das blinde Huhn wird serviert

Also ich muss schon sage: Das blinde Blitzen am PC habe ich mir bedeutend leichter vorgestellt. Ich meine, wenn man Blindsimultan spielen kann, sollte man doch locker dazu in der Lage sein, eine einzige Partie ohne Figuren zu spielen, selbst wenn die Bedenkzeit knapp ist?! Ja sicher, sollte man. Aber irgendwie tue ich mich nach wie vor schwer damit, auch wenn ich inzwischen nach regelmäßigem Training auf dem Fritzserver fast an der 1900 kratze (nach anfänglichem Gruselgegurke in den 1600er-Regionen). Vor allem Stellungen mit vollem Brett und/oder verschachtelten Bauernketten, die für den Blindspieler ohnehin schwerer zugänglich sind, verlangen mir immer alles ab und ich bin jedes Mal gottfroh (Gott froh? Nee, oder?), wenn sich die Gelegenheit zu Abtäuschen ergibt. In offenen, übersichtlichen Positionen dagegen dürfte mein Spielstärkeverlust geringer sein, aber selbst unter günstigen Bedingungen werde ich kaum je über 2000 "Playchesselo" kommen.

Was mich seltsamerweise besonders stört ist weniger das schnelle Spiel als vielmehr das leere Brett, auf dem ich meine Züge ausführe. Dieses große, kantige, blau-weiße Diagramm macht sich in meinem Sehzentrum breit und verdrängt dort alle Versuche, ein virtuelles Brett aufzustellen, wie ich es vom Blindsimultan her gewohnt bin. Die Augen schließen hilft dagegen jedoch leider ebensowenig, denn zum Ziehen muss ich sie ja wieder öffnen und spätestens dann kann ich diese quadratische Pest nicht länger ignorieren. Es hilft wohl nix, als sich damit zu arrangieren und bis Samstag noch fleißig zu üben.


Weiß am ZugDass bisweilen trotzdem sogar noch sowas ähnliches wie Schach bei der virtuellen Hackerei herauskommt, zeigt das nebenstehende Diagramm. Weiß steht mit 2 Mehrbauern natürlich glatt auf Gewinn, aber die allmählich knapper werdende Zeit verlangt einen schnellen K.O. Die schwarze Dame steht gerade superpraktisch auf einem weißen Feld, was eine nette Kombination ermöglichen würde, wenn es gelänge, den Lg5 von der Deckung des Turmes auf d8 abzulenken, also....

1.f4!? Lxf4? - besser wäre wohl 1...Td7 gewesen, was das Motiv aus der Stellung nimmt und mich angesichts der knappen Zeit in Schwierigkeiten gebracht hätte - 2.Lxf7+! Jetzt gehts Kh8 3.Lxg7+ - Das war die eigentliche Idee, ansonsten hätte ich das wegen einem schnöden Bauern wohl nicht gespielt - Kxg7 4.Lb3+ Td7 - kurzer Schockmoment: Geht das tatsächlich noch? Ah, Gott sei Dank nicht - 5.Txd7+ Dxd7 6.Te7+ Dxe7 7.Dxe7+ 1-0

Mein neuer Freund

Wer regelmäßig zum Behufe der körperlichen Ertüchtigung ein öffentliches Bad besucht, um dort eine Zeitlang völlig sinnbefreit immer wieder an den kurzen Seiten eines mit Wasser gefüllten Rechtecks abzuklatschen, weiß genau, warum Fische einen so dümmlichen Gesichtsausdruck haben. Wer tagein, tagaus etwas so langweiliges tut wie schwimmen, der muss auf Dauer einfach geistig gen Tiefsee sinken. Da es für die Fitness aber ansonsten ideal und dank Hallendach auch wind- und wetterunabängig ist, galt es eine Lösung zu finden.

Meine Frau war wie immer pragmatisch und schlug vor, einfach an Schach zu denken und womöglich sogar Blindpartien gegen mich selbst zu spielen, aber das ist völlig undenkbar - Körper und Geist bilden bei mir bei besonders eintönigen Tätigkeiten eine untrennbar stumpfsinnige Allianz und ich kann schon froh sein, wenn ich nicht vergesse, in welche Richtung ich schwimmen muss oder die wievielte Bahn ich grade absolviert habe. Von anderer Seite kam die Idee, ich solle mir Taktikaufgaben zum Lösen mitnehmen, aber angesichts der schon genannten Stumpfsinnproblematik würde ich beim Versuch, die Stellungen zu behalten womöglich das Schwimmen vergessen. Ebenso verworfen wurde das Ausschauhalten nach holder Weiblichkeit (fehlt morgens, wenn ich Zeit habe, gänzlich unentschuldigt, vielmehr bin ich regelmäßig zum exzessiven Seniorenslalom gezwungen) oder das Zählen der Schwimmbadkacheln (ich kann nicht so schön lachen wie Graf Zahl, der im amerikanischen Original übrigens viel origineller "Count von Count" heißt und offensichtlich ein Deutscher sein soll).

Dass ich das Schwimmen nicht doch zu Gunsten des Radelns aufgegeben habe, liegt an Exeze. Das ist eine kleine Firma in Kent/Großbritannien, die ihren Namen vielleicht nochmal überdenken sollte, denn das Erste, woran ich dabei denke, ist eine unangenehme Hautkrankheit. Aber abgesehen davon stellt das Unternehmen etwas her, das meine Schwimmleistung sofort verdoppelt hat: Einen wasserdichten mp3-Player. Eine sensationelle Erfindung, wirklich. Das ist nur ein so kleiner Kasten, vielleicht so groß wie ein Benzinfeuerzeug, den man einfach hinten an der Schwimmbrille anbringt, die ebenfalls wasserdichten Ohrhörer anlegt und los kann es gehen. Der Sound ist gut, die Lautstärke ebenfalls und die Kopfhörer dicht. Die Bässe könnten etwas kräftiger sein und die Kabel der Ohrhörer sind so dünn, dass man wahrscheinlich irgendwann neue bestellen muss, aber ansonsten - ein Quantensprung. Wenn man die Musik dann noch thematisch geschickt wählt, z.B. mit Liedern wie diesem hier:

dann glaubt man am Ende, ebenfalls ein Fisch zu sein. Zumindest den dümmlichen Gesichtsausdruck habe ich laut meiner Frau schon super drauf.

FIDE World Cup revisited

Ja ist denn heute schon Weihnachten? Dank eines netten Kommentars von Schachfreund Martin Rieger habe ich die Fernsehbeiträge vom FIDE World Cup 1982 (heute würde man darunter ein anderes Turnierformat verstehen) wieder entdeckt. Seltsamerweise bin ich überhaupt nicht auf die Idee gekommen, danach auf youtube zu suchen; vielleicht, weil ich dachte, die Videos würden ohnehin nicht online sein. Aber: Irrtum, vielmehr sind, so weit ich das sehe, fast alle Partien abrufbar. Zwar in der englischen BBC-Version, aber das ist nicht weiter schlimm.

Hier die sehenswerte Leidensgeschichte Spasskys in einem Hippopotamus gegen Jan Timman, aus der er sich nur durch ein Wunder ins Remis retten konnte:

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